Game of Thrones RPG

Rise and Fall

Der komplett verschnürte Fuchsritter Lord Arkey landet auf dem Rücken eines Pferdes und wir machen uns auf den Rückweg zur Stadt. Lord Angus trägt dem Maester auf Arkey zu wecken, worauf der Maester in seiner Tasche nestelt und ein Riechfläschen hervorzieht. Wir halten, setzen den Gefangenen auf den Boden und der Maester beginnt mit seiner „Behandlung“. Das Zeug stinkt schon bis zu mir herüber übelst. Und der Kerl hat das Zeug gute 2 Minuten unter der Nase. Ich kann mir ein gehässiges Grinsen nicht verkneifen. Gerade als ich mich näher mit dem Gedanken beschäftige fängt Arkey an zu Husten und zu würgen. Sobald er fähig ist wieder normal zu sprechen tritt Angus vor ihn. „Wer hat euch angeheuert den Namen meines Hauses zu verunglimpfen?!“ Der Andere lacht überheblich: „Das Jüngelchen will also wissen wer dahinter steckt? Euch Verräterpack werde ich gar nichts sagen! Lang lebe Targaryen, nieder mit Baratheon!“ Aus ihm sprudeln weitere unverschämte Beleidigungen, für die ich ihm am Liebsten die Zunge abschneiden würde. Angus unternimmt einen neuen Versuch: “Ich gebe Euch eine letzte Chance: Wer hat Euch beauftragt?!“ Angus schnaubt vor Wut. So wie er aussieht würde er Arkey mehr als die Zunge abschneiden. Wieder keine vernünftige Antwort. Angus dreht sich zur Waiblin um. „Holt mir den Hammer des Schmiedes. Für jede falsche Antwort werden wir Arkey einen Zeh zertrümmern. Mal sehen wie lange er das durchhält.“ Ein erschrockenes Schnauben kommt von außerhalb des Menschenkreises der sich um Arkey gebildet hat. Die Waiblin zieht los und an ihre Stelle tritt Orthen Lugos und spricht Angus beschwörend an: „Es gibt Gesetze. Ihr könnt eure Gefangenen nicht einfachen Foltern. Ihr müsst ihn den Goldröcken übergeben. Eine Folter durch Euch schadet dem Ruf Eures Hauses nur noch mehr!“ Angus, inzwischen hoch roter Kopf, legt noch an Farbe zu. Bryan Tellson, der Dornische, ist derselben Meinung wie Lugos. Angus faucht beide an: „Ihr seid wie Ölgötzen auf der Lichtung gestanden und habt nichts getan und wenn Ihr jetzt nichts dazu beitragen wollt den Namen meines Hauses rein zu waschen tretet aus meinen Augen!“ Die beiden anderen Adligen sind offensichtlich Beleidigt. Es kommt nur eine kurze Antwort, sie würden uns noch bis zur Stadt begleiten und dann würden sich unsere Wege trennen. Angus gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass dies auch in seinem Sinne sei. Die Waiblin steht mehr dekorativ als etwas Anderes dabei, den Hammer des Schmiedes in der Hand und schaut zwischen Angus, dem Maester und den anderen Adligen hin und her. Arkey wird also wieder auf ein Pferd geladen und es geht weiter Richtung Stadt. Arkey spuckt weiter Gift und Galle. Lugos wird es anscheinend irgendwann zu dumm und er versucht Arkey zu knebeln. Angus geht dazwischen. Lugos und Angus haben ein kurzes Wortgefecht, mit dem Angus es sich bei den zwei Adligen komplett verscherzt. Wir erreichen endlich die Stadt und übergeben Arkey den Goldröcken. Angus verlangt bei dem Verhör zu gegen zu sein. Uns wird gesagt wir sollen uns am Mittag des morgigen Tages beim Gefängnis einfinden. Lugos und Tellson reiten ohne eine Verabschiedung davon und auch wir machen uns auf den Weg ins Gasthaus. Angus und der Maester besuchen noch den Tempel um den Göttern ein Opfer zu bringen. Mir scheint das nicht das Dümmste zu sein. Diese Stadt mag uns anscheinend nicht sonderlich. Als der Maester vom Tempel zurückkehrt findet er noch etwas Zeit uns Grauen lesen und schreiben bei zu bringen. Zum Glück hat das Angus angeordnet. Am Ende wäre ich noch der Buhmann gewesen, dem sie das zu verdanken haben. Allerdings sind die meisten am Ende des Unterrichts ziemlich angetan davon. Wer von unserem Stand kann schon lesen und schreiben. Das erhöht sicher die Chancen bei den Frauen. War klar, dass den Jungs das am Wichtigsten ist.

Der nächste Morgen beginnt mit einem ereignislosen Frühstück. Der Schmiedelehrling aus der Stadt bringt die von Angus bestellte Rüstung und ein Bote des Schneiders bringt Ishas Kleid. Sie verschwindet sofort nach dem Essen mit ihrer Zofe in Ihrem Zimmer. Scheint sich zu freuen, wie ein kleines Kind. Angus ordert mich nach dem Frühstück ab mit ihm zu trainieren im Schwertkampf. Am späten Vormittag brechen Angus und der Maester rechtzeitig auf um beim Verhör des Fuchsritters dabei zu sein. Dort müssen sie allerdings erfahren, dass der Bastard sich in seiner Zelle erhängt hat. Unser wichtigster Zeuge, schöne Scheiße! Als die beiden zurückkehren muss Angus sich direkt bereit machen für die Wappenschau. Mal ehrlich, etwas Langweiligeres als diesen Affentanz von hohen Herren gibt es kaum… Aber auch hier zeigt sich wieder, wie sehr die Gerüchte die die Dannetts verbreitet haben ihre Wirkung zeigen. Der Erbe der Dannetts wird bejubelt und Angus wird ausgebuht. Er trägt es mit Fassung. Aber um sich aufzuregen hat keiner Zeit. Es geht schon direkt weiter zum Bankett des Königs. Angus wählt mich als seine Leibwache, Isha nimmt die Waiblin mit. So ziehen wir vier zusammen mit dem Maester zum Thronsaal des Königs. Gefühlt passt in diese Halle beinah die ganze Felsenfurther Burg. Die Drachenknochen, von denen einige zu sehen sind, vornehmlich Schädel, tun ihr übriges den Besuchern Respekt einzuflößen. Vor dem eisernen Thron ist eine Tribüne aufgebaut auf dem König und seine nähere Familie sitzt, sowie seine rechte Hand. Vor der Tribüne sind Tische schräg aufgestellt. Die wichtigsten Häuser nahe an der Tribüne. Wir befinden uns im mittleren Bereich. Leider sind auch die Dannetts bei Angus, Isha und dem Maester am Tisch. Man hat wohl bedacht, dass zwischen den Häusern eine Fehde herrscht und hat sie so weit als möglich auseinander gesetzt, aber nachdem sie aus derselben Ecke des Reiches stammen, eben doch an einen Tisch. Wir Leibwachen nehmen an den Wänden des Thronsaales Platz. Zur Unterhaltung gibt es vor der Tribüne des Königs Gaukler und Musikanten. Und dann geht das große Fressen los. So viel und so … „reiches“ Essen habe ich noch nie gesehen. Ich hatte mir vorgenommen mich nicht zu betrinken und nur von jedem Gang etwas zu probieren um nicht zu voll in beiderlei Hinsicht für meine Aufgabe zu sein. Letzteres habe ich nicht geschafft. Es gab einfach zu viel. Wir konnten zwar nicht alles testen, da wir „nur“ die Reste der Adligen bekamen, aber meist blieb genug auch für uns über. Außer die ganz besonderen Dinge wie Fruchteis. Wer bei den Sieben kommt auf die Idee Eis mit Früchten zu mischen, dass es nach Früchten schmeckt??
Aber nicht dass der Tag schon genug Überraschungen auf Lager hatte es kommt noch mehr. Während des Essens spricht mich ein Bediensteter des Palasts an und richtet mir aus ich solle Angus nach dem Essen mit einer wichtigen Angelegenheit stören. Zuerst ist mir nicht so recht klar, was er will. Aber als ich genauer hinsehe wo Angus sitzt und vor allem bei wem wird es schon klarer. Ich sollte ihn wohl vor der pferdegesichtigen Adelstochter retten die, wie es schien, großen Gefallen an ihm gefunden hatte. Um einen Tanz konnte er sich zumindest nicht drücken. Gerade als sich der letzte Gang anbahnte schießt auf einmal der junge Dannett hoch und brüllt in Richtung der Tribüne des Königs. Er trägt seine verlogenen Anschuldigungen gegen uns Felsenfurther vor. So wie der Wicht vor Wut schäumt hat Haus Dannett dieses Gemetzel auf jeden Fall nicht inszeniert. Dem König, eben noch der glücklichste vollgefressenste Mann von ganz Königsmund, verdirbt auf jeden Fall das Gebrüll Dannetts die Laune. Angus bietet, leicht betrunken aber ziemlich beherrscht für seinen Zustand, an die Sache später zu Regeln. Der König lehnt ab und lässt Dannett die ganze Anklage vorbringen. Angus verteidigt unser Haus, benennt unsere Zeugen und überraschender Weise, stellen sich Bryan Tellson und Orthan Lugos auf unsere Seite und bieten sich als Zeugen an für die Festnahme des Fuchsritters. Meiner Meinung nach denkt der König an den nächsten Gang und unterbricht Dannett, als dieser völlig unsachlich weiter tobt. Der König verhängt ein Duell das am nächsten Mittag stattfinden soll. Orthan Lugos begiebt sich nach dem Essen zu Angus und bietet an, den Zwist Beiseite zu legen, den die Gefangennahme des Fuchsritters mit sich gebracht hatte. Angus zeigt, dass er eben doch hin und wieder Reife besitzt und entschuldigt sich, was Orthan ihm wohl hoch anrechnet. Ich wittere jetzt meine Chance Angus zu „retten“. Allerdings nicht mehr vor der Adelstochter. Ich lege ihm Nahe mal nach draußen zu gehen Luft zu schnappen und nichts mehr zu trinken. Das Pferdegesicht wackelt nun doch noch auf uns zu, steckt Angus ein unglaublich hässliches Taschentuch zu und wünscht ihm viel Glück bei seinem Kampf morgen. Die Rotzfahne sei sein Glücksbringer. Angus bedankt sich artig, wenn auch kurz angebunden mit einem Nicken. Wenn man bedenkt was ihm Morgen bevorsteht. Angus lässt sich trotz seines Pegels überzeugen frische Luft zu schnappen. Gerade als wir das Portal nach draußen durchschritten haben fängt uns Bryan Tellson ab. Dieser gibt sich als Tygor Will zu erkennen und bittet Angus, als Gegenleistung für seine Aussage im Prozess, ihm zu helfen das Schwert Skorpion zu finden. Denn, die Geschichte die er uns im Gasthaus erzählt hatte, betraf nicht irgendein Haus sondern sein eigenes. Angus legt Tygor nahe, seine Aussage losgelöst von seiner Bitte nach bestem Gewissen abzulegen, erklärt sich aber auch bereit ihm zu helfen. Wie sich noch herausstellt hat der Alte Durnische, der ebenfalls in unserem Gasthaus übernachtet, wohl das Schwert. Tygor schreckt zwar nicht vor einem Kampf zurück, sieht das aber als letzte Möglichkeit. Nachdem ich meine Klappe wiedermal nicht halten kann, empfehle ich Angus den Maester zu Rate zu ziehen, da er wohl mehr Ahnung von den Gesetzen hat als wir drei zusammen. Angus verspricht, dass er mit dem Maester bespricht, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt das Schwert, welches als Kriegsbeute in den Besitz des Anderen gelangt ist, zurück zu erlangen. Tygor bietet sich noch an uns zum Gasthaus zu begleiten, aber Angus lehnt dankend ab. Mir fällt aber ein Tygor könnte zumindest den Grauen eine Nachricht überbringen. Angus wollte den Händler bewachen lassen, den er als Zeugen benannt hatte. Der hatte damals mit angehört wie der Fuchsritter geprahlt hatte, wie er Felsenfurth hereingelegt hatte und seine Mitstreiter umgebracht haben soll. Angus schickt mich Tygor hinterher und bittet ihn den Händler zu bewachen. Dieser willigt auch ein, sofern er abgelöst wird, wenn wir zurück im Gasthaus sind. Angus sagt es ihm zu.

Nachts, als wir das Gasthaus erreichen, liegt ein Paket vor Angus Zimmertür. Hein, die arme Sau, muss wohl eingepennt sein. Wen wunderts, bei den ewigen Wachdiensten. Angus befiehlt mir die Waiblin zu holen. Ich führe den Befehl aus und bringe, zur Sicherheit, gleich den Maester mit. Bevor Angus das Zimmer betritt überprüfe ich es. Am Ende steht noch ein Attentäter hinter der Tür. Der Raum ist allerdings unberührt. Angus befiehlt uns in das Zimmer und drinnen beginnt er das Paket zu öffnen. Es liegt ein Zettel bei, auf dem nur Angus Name geschrieben steht. Der Inhalt ist eine Überraschung. Ein edler Dolch dessen Griff aus Drachenknochen ist. Um sicher zu gehen, dass es sich nicht um eine Falle handelt, beschließt Angus den Goldröcken zu melden, dass er diesen Dolch gefunden habe. Nur für den Fall dass er als gestohlen gemeldet wird und uns so kein Strick daraus gedreht werden kann. Der Waiblin knallt er ihre Inkompetenz an den Kopf und legt ihr nahe sie solle überdenken, ob sie für ihre Position geeignet sei und ob es kein Fehler wäre mich als ihre Rechte Hand zu bestimmen. Ich kann mir nicht verkneifen grimmig drein zu schauen. Der Anfang vom Ende. Ich in einer Führungsposition, das was ich nie wollte. Allerdings war es mit der Waiblin abzusehen. Das dumme Weib stimmt auch noch zu und überlässt mir auch gleich die Wacheinteilung. War ja klar. Ich brüte die halbe Nach und beschließe die Wachen auf 6 Stunden zu verkürzen. Zum einen sind die Wachdienste damit kürzer und zum anderen sind wir genug Leute dass nicht jeder zu viele Wachdienste schieben muss.

Der Aufstieg und der Fall haben begonnen. Die Frage ist nur, wessen.

Comments

Anubisath

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.